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Fünf Partner zielen jetzt auf verstärktes Miteinander

Geras Wohnungsbaugenossenschaften, die im allgemeinen leider zu wenig in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden, wollen jetzt verstärkt von sich reden machen. Ihr Ziel: die Kräfte bündeln. Das intensivere Miteinander unter dem Leitspruch "Wohnen ist Gemeinschaft - Wohnen ist Leben" soll dazu beitragen, Gera lebenswerter und liebenswerter zu gestalten. Um ihr Vorhaben öffentlich bekannt zu machen, warteten die Genossenschaften am1. Juli in den Gera-Arcaden aus Anlass des Weltgenossenschaftstages mit einer gemeinsamen Präsentation auf. Die fünf Partner, die Wohnungsbaugenossenschaften "Glück auf", "Aufbau" und "UNION" sowie die Geraer Baugenossenschaft (gegründet 1908!) und die Wohngenossenschaft "Neuer Weg" mit ihren insgesamt 12.408 Mitgliedern verfügen zusammen über 15.000 Wohnungen, wobei Lusan besonderen Anteildaran hat. Seit 1990 wurden 286,5 Millionen Euro investiert, um Wohnungen zu modernisieren, zu sanieren sowie das Umfeld (insgesamt 188mal!) schöner zu gestalten und so zu einem attraktiveren Stadtbild beizutragen. Aufträge gingen dabei überwiegend an Geraer Firmen. Was nicht unerwähnt bleiben sollte, ist die Rolle der Genossenschaften als Arbeitgeber. So gibt es in Service und Verwaltung 187 Arbeitskräfte. Seit 1990 wurden 19 Ausbildungsplätze und 79 Praktikumsplätze zur Verfügung gestellt. Um die Vorteile einer starken Gemeinschaft noch besser zu nutzen, gibt es seit diesem Jahr gemeinsame Aktivitäten im Arbeitskreis Gera der Thüringer Wohnungsbaugenossenschaften (Gera ist hier Vorreiter!). Nach außen hin wird das durch ein "Bauklötzchen-Logo" (u. a. nach Hamburger Vorbild) dokumentiert. Wie die Vorstände Uwe Klinger und Dieter Lappan ("Glück auf"), Stefan Keim ("Aufbau"), Otto Götz ("UNION"), Iris Hippauf und Rita Schmidt ("Neuer Weg") sowie Thomas Theil ("Geraer Baugenossenschaft") auf Anfrage von Neues Gera mitteilten, zielt die Bündelung der Kräfte der fünf Partner auf Synergie- und Effektivitätseffekte zum Wohle der Genossenschaftsmitglieder. Beispiele sind gemeinsame Planungen, Dienstleistungen (u. a. Ablesedienste), Hausmeisterdienste, koordinierte Werbevorhaben usw. Letztlich geht es um ein preiswertes Angebot hochwertiger Wohnungen und die weitere Ausprägung des sozial bedeutsamen genossenschaftlichen Lebens (Es gibt elf Begegnungsstätten!). Natürlich erfolgen die gemeinsamen Aktivitäten zugleich vor dem Hintergrund des zunehmenden Wohnungsleerstandes, der mit bis zu 20 Prozent auch bei den Wohnungsgenossenschaften zu Buche schlägt. Das erfordert energisches Gegensteuern. Wie Antworten aussehen können, zeigt "Aufbau" u. a. in den ehemaligen Plattenbauten in der Eiselstraße. DurchRückbau und Neugestaltung nach modernen Gesichtspunkten können 97 attraktive Wohnungen in der Größe von 55-112 Quadratmetern angeboten werden. Stets wird dabei auf moderate Miete geachtet. Ein ähnliches Vorhaben, bei dem sich drei der Genossenschaftenengagieren, zeichnet sich in der Lusaner Birkenstraße mit dem Projekt "Wohnen im Birkenpark" ab. Noch in diesem Jahr werden dort alte Wohnungen abgerissen. Dafür entstehen 350 sehr ansprechende Wohnungen, die sich mit Licht, Luft und Sonne und Wohnkomfort präsentieren. Der besondere Vorteil des genossenschaftlichen Wohnens ist das schon zu DDR-Zeiten entstandene ausgeprägte Für- und Miteinander. Die Genossenschaft gehört ihren Mitgliedern. Sie bestimmen demokratisch über ihr Wohl und Wehe. Deshalb gibt es hier auch gemeinsames Zupacken, intakte Nachbarschaft und Geselligkeit stärker als anderswo.

( Harald Baumann, 04.07.2003 )

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