Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Kleine Schmuckstücke für die Sammlung

Für die Mitarbeiter der Kunstsammlung Gera war es wie Weihnachten mitten im Sommer. Sie erhielten zwei Schenkungen aus privater Hand, der den Sammlungsbestand um 66 Werke reicher macht. Allein 52 Gemälde, Grafiken und Zeichnungen kommen aus Dresden.
Hier ansässig ist Prof. Dr. Hans Neidhardt, ein Großneffe des Geraer Malers Paul Neidhardt (1873 - 1951). Kurator und Museologe Wolfgang Schwarzentrub freut sich besonders darüber, denn seit über zehn Jahren pflegt er den Kontakt zu dem Kunsthistoriker, der den Nachlass seines Großonkels übernommen hat. In Vorbereitung einer Ausstellung über Paul Neidhardt und seines Geraer Künstlerfreundes Hermann Paschold (1879 - 1965) konnten aus dem Nachlass einige wichtige Werke gezeigt werden. Der Ankauf des Selbstbildnisses von Paul Neidhardt aus dem Jahr 1906 gelang zur Wiedereröffnung des rekonstruierten Stadtmuseums vor vier Jahren. Nun schließt sich der Kreis mit weiteren Werken.
"Sie sind für uns deswegen so bedeutend", ergänzt Sammlungsleiter Holger Saupe, "weil sie Lücken in unserem Bestand schließen und uns Aufschluss über die Entwicklung des Künstlers als spätimpressionistischen Maler geben". Bei der Sichtung des Materials befanden sich jedoch nicht nur Werke von Paul Neidhardt, sondern auch verschiedene Blätter und Karten von Kurt Günther, Kurt Schmidt, Rudolf Schäfer und Alfred Ahner, die die damalige Kunstszene in Gera bereicherten. "Alles viele kleine Schmuckstücke", ist Holger Saupe glücklich.
Der betagte Prof. Dr. Hans Neidhardt, ein weithin bekannter und geschätzter Wissenschaftler auf seinem Gebiet, hat die Kunstsammlung Gera nicht von ungefähr mit der Schenkung bedacht, weiß er die Werke doch hier in guten Händen, weiß, dass sie im lokalen Umfeld des großen Malers und Sohnes der Stadt Otto Dix von besonderer Bedeutung sind. In anderen Museen hätten sie nicht die genügende Beachtung gefunden, ist Wolfgang Schwarzentrub überzeugt. Nach einigen geringfügigen Konservierungsarbeiten im eigenen Haus sollen die Arbeiten im nächsten Jahr der Öffentlichkeit in einer Ausstellung zugängig gemacht werden.
Bei der zweiten Schenkung handelt es sich um 14 Gemälde, Grafiken und Zeichnungen von Willy Müller-Gera (1887 - 1981). Übergeben wurden sie von dessen Sohn Dr. Klaus W. Müller aus Köln. Sein Vater hat in den 20-er Jahren viele Stadtansichten von Gera geschaffen. Nachdem dieser 1945 in Richtung Coburg gezogen ist, fügte er seinem Namen in Erinnerung an seine Heimatstadt Gera hinzu. "Die Schenkung erweitert unseren bisher geringen Sammlungsbestand um wichtige freie künstlerische Arbeiten, die uns einen kleinen Einblick in das umfangreiche Schaffens von Willy Müller-Gera ermöglichen", meint Wolfgang Schwarzentrub.




( Helga Schubert, 01.08.2008 )

zurück