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7. Aenne-Bierman-Preis der Stadt Gera vergeben

Der siebente Aenne- Biermann-Preis für Deutsche Gegenwartsfotografie 2005 geht an Daniel Gasenzer aus Essen. Der 1974 geborene Gasenzer erhält die mit 2000 Euro dotierte Auszeichnung für sein Künstlerbuch mit "Familie" - vierzig Farbfotografien.
Einstimmig honorierte die Fachjury damit die durchgängig überzeugende Behandlung des selbst gestellten Themas. Der Fotograf lässt sich auf Situationen sowie Personen ein und erreicht damit eine besondere Intensität wie Unmittelbarkeit der Bildsprache. Gasenzers Bilder bestechen durch ihre emotionale Nähe, mit der er Wesentliches und Existentielles über das alltägliche Familienleben aussagt. Er studierte an der Universität Essen bei den Professoren Volker Heinze und Jörg Sasse.
Der zweite Preis wurde ebenfalls für ein Buchprojekt vergeben. Ihn erhält der 1971 in Zgierz (Polen) geborene Gerhard Kurtz. Der heute in Dortmund lebende Fotograf studierte von 1995 - 2003 an der dortigen Fachhochschule bei Prof. Arno Fischer.
Sein Buch "Haus, Weg, Baum" besteht aus 63 originalen schwarz- weiß Fotografien. Gerade diese klassischen Mittel der Fotografie mit denen der Fotograf einfache, leicht zu übersehende Motive aus unserer unmittelbaren Lebenswelt ablichtet, überzeugten die Jury. Dinge und Situationen sprechen bei aller scheinbaren Schlichtheit eine geheimnisvolle Sprache, die dem Betrachter viel Raum für eigene Erlebnisse bietet, die er stets an der Wirklichkeit überprüfen kann. Damit ist seine Bildsprache ganz im Heutigen verwurzelt.
Julia Christe heißt die dritte Preisträgerin. Sie wurde 1973 in Tettnang geboren und studierte von 1994-2000 Kommunikationsdesign bei Prof. Bernhard Prinz, ebenfalls an der Universität Essen.
Augenzwinkernd führt Julia Christe in ihre Bildwelten. In der klassischen Manier der Surrealisten treffen Dinge und Personen in einer spröde und bizarren Umgebung scheinbar zufällig aufeinander. Dadurch entstehen paradoxe, skurrile und überraschende Situationen, die mit unaufdringlicher Ironie, Fantasie und Assoziationsfähigkeit den Betrachter stimulieren.
Anerkennungen und damit eine Beteiligung an der Ausstellung im Museum für Angewandte Kunst vom 13. September bis 6. November vergab die Jury an folgende vierzehn Fotografen und Fotografinnen: Einar Bambach, Berlin, Daniel Barthmann, Essen und Hamburg, Göran Gnaudschun, Potsdam, Ines Borchart, Berlin, Kerstin Braun, Düsseldorf, Tatjana Hallbaum, Hannover, Jens Klein, Leipzig, Michael Koch, Düsseldorf, Jens Komossa, Berlin, Philipp Karl Moritz, Leipzig, Markus Neis, Dortmund, Jens Passoth, Berlin, Stephanie Sabatier, Regensburg, Linn Schröder, Hamburg sowie Michael Schüler, Berlin. Die Jury ermittelte diese Preisträgerinnen und Preisträger aus 816 Einsendungen, darunter 35 Buchprojekte, von 348 Autoren.
Am diesjährigen Preis beteiligten sich 173 Fotografinnen und 175 Fotografen. Wieder vermittelt der Aenne-Biermann-Preis einen vorzüglichen und umfassenden Überblick über die zeitgenössische junge Fotografie, wobei in diesem Jahr der Schwerpunkt auf der Generation der Dreißigjährigen liegt. Die Arbeiten repräsentieren einen hohen Qualitätstand der "klassischen" Fotografie. Digitale Bilder spielen eine untergeordnete Rolle. Es überwiegen Porträts sowie narrative Projekte, die verstärkt auf das Erzählen von Geschichten abheben.

( 20.05.2005 )

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