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Drei Halbstarke ziehen in den Tierpark

Wenngleich sie mit ihren knapp eineinhalb Jahren noch recht grün hinter den Ohren sind, werden sie schon ein großes Abenteuer erleben. Im Februar ziehen drei Löwenjungen – ein Kater mit seinen zwei Miezen – in ihr neues Gehege im Waldzoo Gera.

2020 mussten sich die Geraer sowohl vom König der Tiere „Amos” als auch von der Königin „Kibali” verabschieden. Beide waren schwerkrank und wurden von ihrem Leid erlöst. Neues Gera berichtete Ende 2020: „Anfang Dezember wurde die 17-Jährige Löwin Kibali aufgrund eines Krebsleidens eingeschläfert. Kibali war 2011 gemeinsam mit dem bereits im April verstorbenen Amos nach Gera gekommen.”

Nun sollen drei junge Rabauken für neues Gebrüll im Gehege sorgen – Damit kehrt das Gersche Wappentier in den Martinsgrund und das Brüllen in den Stadtwald zurück. „Der traurige Anlass bot uns die Möglichkeit eine neue Nutzungsoption des Geheges zu prüfen und umzusetzen mit dem Ziel, den Bedürfnissen der Tiere in Zukunft noch besser gerecht zu werden. Wir haben festgestellt, dass die Geraer an ihrem Löwen hängen. Diesem Wunsch wollen wir auch künftig gerecht werden. Dank eines Tiertausches mit dem Magdeburger Zoo wird es uns nun möglich sein, drei jungen Tieren, die als Rudel zu uns kommen, ein neues Zuhause zu geben”, freut sich Umweltamtsleiter Konrad Nickschick auf den bevorstehenden Zuwachs.

Doch bevor die anmutigen Raubkatzen ihr neues Zuhause beziehen können, bedarf es noch einiger Umbauarbeiten. „Um den Anforderungen an eine artgerechte Haltung vollumfänglich nachzukommen, sind langfristig gesehen jedoch weitere Modernisierungen des 1978 errichteten Geheges erforderlich. Dazu gehört unter anderem die Vergrößerung der Innenboxen. Künftig wäre es ebenfalls denkbar, das Gehege an die modernen Sehgewohnheiten der Besucher anzupassen. Doch dafür braucht es eine solide und ausreichende Finanzgrundlage. Wenn alles nach Plan läuft, kann die neue Löwenanlage in drei bis fünf Jahren fertiggestellt sein”, bringt es Nickschick auf den Punkt. Aktuell misst der Außenbereich der Anlage 700 Quadratmeter – ausreichend für drei Tiere unter Zoobedingungen. „Im rückwärtigen Innenbereich brauchen die Tiere jeweils 20 Quadratmeter Platz. Um es den Samtpfoten auch im Winter so angenehm wie möglich zu machen, haben wir in drei Wärmeplatten investiert”, erklärt Tierinspektor Steffen Horn und fügt hinzu: „Diese kurzfristigen Umbau- und Sanierungsarbeiten werden bereits in den nächsten Wochen erfolgen, so dass sich die Tiere bei uns wohlfühlen und in Ruhe ankommen können.” Rund 5.000 Euro werden in die Verschönerungsarbeiten investiert, dazu gehört auch frischer Sand und ein neuer Kratzbaum.

Über kurz oder lang – es ist leider absehbar – wird auch die Chinaleopardin im Nachbargehege altersbedingt entschlafen. „Wir müssen uns darauf gefasst machen, in absehbarer Zukunft einen weiteren Verlust in Kauf nehmen zu müssen”, bedauert Konrad Nickschick. Wenn dies eintritt, dann werden wir dieses angrenzende Gehege mit dem jetzigen der Löwen zusammenlegen. Unser Waldzoo ist Anziehungspunkt nicht nur für Geraer, sondern auch für überregionale Gäste. Deshalb tun wir alles dafür, seine Attraktivität weiter zu erhöhen und dabei die Aufgaben eines Zoos nicht außer Acht zu lassen. Denn verstehen wir ihn, als das, was er ist, leisten wir unseren Beitrag zum Artenschutz, Arterhalt, zur Umweltbildung und Forschung”, so der Umweltamtsleiter.

Die Stadt hofft auf die Unterstützung ihrer Bürger und Gäste. Eine Form wäre, die Übernahme einer Patenschaft für einen der Löwen, eine andere einen eigenen persönlichen Beitrag zu spenden, um die Modernisierung des Raubtierareals finanziell zu unterstützen. OB Julian Vonarb geht mit gutem Beispeil voran: Er übernimmt gemeinsam mit seiner Familie die Patenschaft für den zukünftigen König.

Spendenkonto

Tierpark Gera

Sparkasse Gera-Greiz

DE 9083 0500 0000 0000 0019

BIC: HELADEF 1 GER

Verwendungszweck: 78.75457.2

Auf Wunsch wird eine Spendenbescheinigung ausgestellt: waldzoo@gera.de.

( Fanny Zölsmann, 15.01.2021 )

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