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Dank skandinavischer Kraft nah verkehrt

Dank der Wasserkraft Skandinaviens können die Geraer Straßenbahnen nun mit 100 Prozent Ökostrom die Geraer und Gäste von A nach B chauffieren. Bis Ende letzten Jahres bezog die GVB einen Energiemix aus 61 Prozent fossilen Energieträgern, 2,4 Prozent Kernenergie und 36,6 Prozent erneuerbaren Energien. Seit Januar nun setzt das Unternehmen auf 100 Prozent Ökostrom in Form von Wasserkraft. Den Weg zu mehr Ökologie ebnete dabei der Aufsichtsrat. „Letztes Jahr hat die GVB ihren Strombezug europaweit ausgeschrieben. Neben dem sogenannten grauen Strom hat sie auch Angebote für ökologischen Strom eingefordert. Einziger Anbieter für 100 Prozent ökologischen Strom war dabei die Energieversorgung Gera, die auch den Zuschlag erhalten hat. Durch diese Entscheidung spart die GVB 1.210 Tonnen CO2 jährlich ein“, sagt Oberbürgermeister Julian Vonarb, der zugleich Mitglied des Aufsichtsrates ist.

Der jährliche Strombedarf der GVB beträgt rund 6.515 Megawattstunden, wovon nahezu 80 Prozent für den Straßenbahnbetrieb verbraucht werden. Wenngleich Straßenbahnen von Anbeginn ihrer Zeit, in der Vorreiterstadt Gera seit 1892, ökologisch unterwegs sind, leistet die GVB mit der Umstellung auf Ökostrom einen weiteren Beitrag in Sachen Klimaschutz. „Mit der Umstellung auf ökologischen Strom bei der GVB kommen wir nicht nur der klimapolitischen Zielsetzung der Stadt Gera einen Schritt näher, sondern möchten auch einen Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele in Deutschland und zur Verkehrswende leisten. Die Stadt Gera hat in ihrem Klimakonzept ihre klimapolitischen Ziele verankert. Ein Ziel besteht darin, durch den Bezug von ökologischem Strom den Schadstoffausstoß zu senken. Mit dem Bezug von zertifiziertem Ökostrom durch die GVB gehen wir nun einen weiteren Schritt in der Umsetzung unserer Ziele voran“, so Vonarb weiter. „Wir wollen mit unserer Öko-Bahn darauf aufmerksam machen, dass wir mit unseren Straßenbahnen einen Beitrag zur Schonung der Umwelt leisten. Straßenbahnen sind dabei ein sehr viel nachhaltigeres Beförderungsmittel als beispielsweise Elektrobusse. Sie fassen mehr Fahrgäste und können über dreißig Jahre oder länger eingesetzt werden, während die Lebensdauer der Batterien bei Elektrobussen vorsichtig mit etwa acht Jahren eingeschätzt wird. Letztendlich ist auch das Elektroauto nur umweltfreundlich, wenn die Batterien mit ökologischen Strom nachgeladen werden. Das sollte man nicht vergessen. Wir haben daran gedacht“, sagt Thorsten Rühle und versprach die Mehrkosten nicht auf den Fahrpreis umzulegen. „Würden wir die Mehrkosten auf unsere Kunden umschlagen, dann würde sich eine Fahrt um 0,00045 Euro verteuern. Das tun wir natürlich nicht, auch deshalb, weil unsere Fahrscheinautomaten so kleine Münzen gar nicht annehmen“, so GVB-Chef Rühle schmunzelnd.

Übrigens: Mit einem speziellen ABO-Angebot richtet sich die GVB an alle ÖPNV-Gelegenheitsfahrer und Neukunden, die auf diesen Weg einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten wollen. Mit der Aktion „4 für 3“ können Neukunden zum Preis für drei Monate vier Monate Busse und Bahnen der GVB nutzen.

( Fanny Zölsmann, 04.02.2020 )

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