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„Wir verstehen uns als regionaler Wohnprojektentwickler”

Erneut ist etwas vom Tisch, eine Idee zerplatzt, ein Vorhaben ausgebremst. Im November 2018 wurde das Interesse der Stadt das Hofgut zu verkaufen laut. Ob es die erste Bekundung war, ist nicht bekannt, aber die Bestrebungen die Immobilie zu veräußern wurden soweit hörbar, dass Thomas Smektalla von TannCAPITAL aufmerksam wurde. „Zur Baumesse Ende 2018 haben wir vom Verkaufsinteresse erfahren und uns daraufhin umgehend und eindringlich mit dem Areal beschäftigt, es eruiert und analysiert. Als regionaler Wohnprojektentwickler haben wir uns dann dazu entschieden, unser Kaufinteresse mit einem Nutzungskonzept zu bekunden. Mehrere Monate und Euros haben wir in die Planungen investiert, mit dem Ziel, sich an der später angelaufenen Ausschreibung zu beteiligen”, zieht Thomas Smektalla rückwirkend Bilanz.

Während TannCAPITAL im stillen Kämmerlein sein Idee entwickelte, traten andere Mitinteressenten bereits in die Öffentlichkeit (wir berichteten). Nun ist vorerst alles obsolet, alle Ideen, Planungen und Entwicklungsmöglichkeiten. „Wir sind enttäuscht, dass die Stadt nicht schon früher die Ausschreibung gestoppt hat. Bis Ende Oktober galt es die Nutzungskonzepte einzureichen. Bis Mitte Dezember gab es keinerlei Informationen, dann das Aus per Brief. Es war der 21. Dezember als uns dieses Schreiben erreichte, dass die Familie Reuß Ansprüche an das Hofgut stelle”, zeigt sich der Unternehmer mehr als unzufrieden mit der aktuellen Situation.

Es war die Idee von TannCAPITAL rund 40 Wohneinheiten auf dem Areal des Hofgutes zu entwickeln. Hochwertig, modern und innovativ – so das Ansinnen von TannCAPITAL. „Wir sind der Meinung, dass eine Mischform, eine Nutzung für die Öffentlichkeit und privat, nicht funktioniert. Allein die Wegerechte bei öffentlicher und privater Nutzung führen unweigerlich zu Problemen.” Anspruchsvoll Wohnen vom Single bis zur Familie lautet die Devise bei allen Wohnprojekten der TannCAPITAL. Gemeinsam mit Leipziger Architekten haben sie eine Idee entwickelt, die nun vorerst in der Schublade verschwinden wird, aber nicht aus den Kopf von Thomas Smektella. Er hofft auf eine gute Lösung für die Stadt. Seit Jahrzehnten kämpfen die Reußen um ihre ehemaligen Besitztümer. Ein Fakt, den Thomas Smektalla nicht versteht. „Warum hat die Stadt überhaupt eine Ausschreibung gestartet, wenn bereits seit Jahren bekannt ist, dass die Ansprüche noch nicht geklärt sind?”

Den Kopf in den Sand stecken, dafür hat Thomas Smektalla jedoch keine Zeit. Aktuell läuft das Bauprojekt „Stadtquartier Altes Papierwerk” auf Hochtouren. Auf einer Grundfläche von 2.500 Quadratmetern verwandelt sich in der Nestmannstraße 3 der alte Großbetrieb für Papierverarbeitung von Fritz Lange in ein attraktives Wohnquartier. „Wir sind stolz, dass wir die Immobilie von den Enkeln des Erbauers abkaufen konnten. Geplant ist die Fertigstellung des kompletten Areals für 2021. „Seit gut sieben Monaten ist alles verkauft. Auch hier haben wir eine Wohneigentumsgesellschaft (WEG) mit vier Unter-WEGs gegründet. Diese Form regelt die Verantwortlichkeiten. z.B. Winterdienst, Instandhaltung.

Das neueste Projekt titelt „Stadtvilla Chateau Huit” und befindet sich in der Theaterstraße 8. Aktuell im tristen Grau wird die Stadtvilla gegenüber dem Theater bald in einem hellen Beige erstrahlen. „Wir werden dieses Einzeldenkmal aufwendig sanieren. 14 Apartments werden entstehen und auf 50 bis 160 Quadratmetern Platz für Singles bis Familien bieten. Die Beletage (die am besten ausgestattete Wohnung) im ersten Obergeschoss und das imposante Treppenhaus sind die historisch wertvollsten Elemente dieser denkmalgeschützten, gründerzeitlichen Stadtvilla”, macht der Unternehmer neugierig.

( vorstufe, 14.01.2020 )

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