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Neu im Museum für Angewandte Kunst: Textilkunst und Design aus Schneeberg

Gera (gw). „Tuchfühlung“ ist der Titel der neuen Ausstellung der Fakultät für Angewandte Kunst Schneeberg der Westsächsischen Hochschule Zwickau im Museum für Angewandte Kunst Gera in der Greizer Straße. Sie ist vom 27. Juni bis 23. September dort zu sehen. Präsentiert werden studentische Arbeiten der letzten zehn Jahre in traditionellen und experimentellen Techniken und Materialien. Es sind Produkte in den Grundhandwerken Weben, Druck, Papierschöpfen, Sticken, Klöppeln und Stricken, deren Beherrschung an der Schule für Angewandte Kunst Schneeberg als unabdingbar für eine freie, spielerische und zeitgenössische Produktentwicklung angesehen wird. Andererseits stellt die Ausstellung den Umgang mit neuen digitalen Werkzeugen und Entwicklungen an zeitgenössischen Materialien und diversen Stoffdruckverfahren vor, die zumeist aus Kooperationen mit der Industrie hervorgehen. Eine Kooperation in jüngster Zeit führte auch nach Ostthüringen, die namhafte Firma LENTO ließ in einem Projekt Designs für Bezugsstoffe für Büromöbel entwickeln.

Die Schneeberger Schule hat eine lange Geschichte, 1878 wird die Königliche Spitzenklöppel-Musterschule Schneeberg gegründet, die Königliche Allgemeine Gewerbezeichenschule zu Schneeberg folgt 1881. 1921 war die Vereinigung der beiden Schulen zur Staatlichen Spitzenklöppelmusterschule und Staatlichen Zeichenschule für Textilindustrie und Gewerbe. 140 Jahre ununterbrochenes Bestehen brachten namhafte Gestalter und Künstler hervor. Mit Edith Friebel-Legler, Gisela Polster, Hans Brockhage, Gerd Kaden, Gudrun Hanisch und Thomas Ranft sollen nur einige genannt werden. Das Museum für Angewandte Kunst Gera zeigt mit den Exponaten von 19 jungen Künstlern einen Ausschnitt aus der Lehre des Fachbereiches Textilkunst/Textildesign, einem der drei Schneeberger Fachbereiche neben Modedesign und Holzgestaltung. Die Grundpfeiler Holz und Textil bilden die starke Verbindung zur Region, die mit diesem Material über Generationen in Berührung war. Dass Tradition in die Gegenwart überführbar ist, zeigen die Arbeiten der Absolventen der jüngeren Vergangenheit. Mit der großen gestalterischen Vielfalt kehrt einmal mehr die Welt des Textilen ins Ferbersche Haus zurück, dessen Historie eng mit diesem Material verknüpft ist. Zur Ausstellung wird ein umfangreicher Katalog vorliegen.

Die Ausstellung ist bis 23. September, Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen von 12 bis 17 Uhr, geöffnet.

( vorstufe, 30.06.2018 )

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