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Eine Katze ist zurück

Die 1961 von Alfred Priebe geschaffenen Bronze-Plastiken der zwei spielenden Katzen standen bis 1992 im Grundstück eines städtischen Kindergartens in der Enzianstraße. Dazu gibt es ein Zeitungsfoto von 1992 und ein privates Foto einer Geraer Bürgerin. Von diesem Standort wurden sie, aufgrund veränderter Eigentumsverhältnisse der Immobilie, in das sogenannte „Wäldchen“ in der Altenburger Straße umgesetzt. Mitte der 1990er Jahre wurde die stehende der beiden Katzen entwendet und die liegende Katze stark beschädigt. Nach Aussagen einer Mitarbeiterin der Stadtverwaltung erfolgte zum damaligen Zeitpunkt eine Einlagerung in den städtischen Bauhof, wo sie später „verschwanden“.

Nach den heutigen Erkenntnissen war dem allerdings nicht so. Nach der Veröffentlichung eines Artikels im „Neues Gera“ vom 19.12.2015 zu dieser verschwundenen Katzenplastik meldete sich der Geraer Schlossermeister Nowak und berichtete, dass er die beschädigte Katze damals im städtischen Auftrag vom Betonsockel im „Wäldchen“ abgeschraubt und eingelagert habe. Offensichtlich wurde dieser Umstand nicht niedergeschrieben und dadurch war die Katze dann „weg“. Durch privates Sponsoring war es möglich, die Pfote wieder anzubringen und die Firma Metallbau Nowak führte diese Arbeit in gewohnt bester Qualität aus.

Dem persönlichen Engagement des allseits bekannten und geachteten Bildhauers Volkmar Kühn aus Mildenfurth ist es zu verdanken, dass die Katze einen neuen Schwanz erhielt und eine Gießerei in den alten Bundesländern brachte Katze und Schwanz wieder zusammen. Dies alles war mit nicht wenig finanziellen und persönlichen Aufwand verbunden, natürlich alles privat und ohne Kosten für die Stadtkasse. Auch das KulturNetzGera sponserte einen Teil der Kosten. Im November 2016 wurde die reparierte Katze der Stadt Gera übergeben und es erfolgte die Festlegung, dass sie im Frühjahr 2017 ihren Platz im Tierpark finden soll. Es gab einen Vor-Ort-Termin im November 2016 und konkrete Absprachen zum Standort sowie der Größe des Sockels. Leider wurden diese Absprachen nicht eingehalten. Erst nach mehreren Anfragen der Sponsoren kam wieder Bewegung in die Sache.

Mittlerweile wurde der alte Sockel aus dem Wäldchen in den Tierpark gebracht und die Katze darauf befestigt. Leider muss man sagen, dass dieser Sockel ästhetisch einfach nicht zu der Katze passt. Wenn man sich nicht mehr an die einstmals getroffenen Absprachen erinnerte, dann wäre eine Nachfrage sicher zielführend gewesen. Über den Sockel wird man noch einmal reden müssen.

Dessen ungeachtet ist das Werk nun vollbracht und die Plastik steht seit August im Tierpark. Der Bildhauer Alfred Priebe (1905 – 1997) schuf auch die Pinguine des Pinguin-Brunnens in der Ernst-Toller-Straße. Priebe war seit 1947 freischaffend in Thüringen tätig und fertigte vorwiegend Bronzeplastiken. Werke von ihm waren auch mehrfach bei den Geraer Ausstellungen zum Thema „Plastik im Park“ zu sehen.  

( Manfred Taubert, 07.10.2017 )

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