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Schwäche ist keine reine Frauensache

Vom Gesetz der Natur aus gesehen, sind sie das stärkerer Geschlecht. Doch auch sie können und dürfen schwach sein. Auch sie können und werden Opfer häuslicher Gewalt. Auch ihnen ist es peinlich darüber zu sprechen. Auch sie wissen oftmals keinen Ausweg.

2014 wurden 636 Männer (polizeilich in Thüringen erfasste Fälle) Opfer häuslicher Gewalt. „Die Dunkelziffer ist natürlich höher”, weiß Tristan Rosenkranz. Er ist der Gesamtkoordinator im Gleichmass e.V., der sich 2009 mit dem Ziel in Gera gründete, Trennungseltern zu unterstützen und Gewaltschutz für Männer anzubieten. „Mit unserer Arbeit wollen wir Betroffenen vermitteln, dass Probleme unabhängig vom Geschlecht oftmals nur mit fachlicher Unterstützung gelöst werden können”, so das Vereinsmitglied.

Neben monatlichen Sprechstunden, individuellen Beratungen und Vermittlung im vorhandenen Konfliktberatungsnetzwerk sah man nach gut siebenjähriger Vereinstätigkeit auch die Notwendigkeit in einer Gewaltschutzwohnung für Männer. „Dank der Unterstützung der Wohnungsbaugenossenschaft Aufbau, die uns die Miete und 50 Prozent der Betriebskosten erlassen, können wir für vorerst ein Jahr eine Ein-Raum-Wohnung anbieten, in der von Gewalt betroffenene Männer Schutz und Ruhe finden. Sie können hier bis zu einem Monat leben, wieder zu sich finden und einen neuen Plan für die Zukunft schmieden. Dabei stehen wir mit unserem Netzwerk beratend und helfend zur Seite”, erklärt Tristan Rosenkranz.

Wo sich die Wohnung genau befindet, soll genauso wie die Frauenschutzwohnungen und Mutter-Kind-Häuser geheim gehalten werden, um den Opfern eben die notwendige Rückzugsmöglichkeit bieten zu können, fernab jeglichen psychischen oder physischen Stresses, den der Partner ausgeübt hat. „Damit sie auch tatsächlich zur Ruhe finden unterschrieben die Männer eine Nutzungsvereinbarung. Sie dürfen keinen Alkohol konsumieren und keine Frauen in dieser Zeit empfangen. Insofern er Vater ist, wird es Möglichkeiten geben, dass seine Kinder ihn in dieser Zeit besuchen können”, klärt Rosenkranz weiter auf.

Wer Hilfe benötigt oder einfach mal gern die Arbeit des Vereins kennenlernen möchte, der ist zu den monaltichen Selbsthilfegruppentreffen gern gesehen. Das nächste findet nach der Sommerpause am 5. September, 17 Uhr, in der Talstraße 30 statt.

Vertrauliche Einzelgespräche können telefonisch mit Ilona Resch (( (0160) 95163120) und Henry Gießwein (( (0162) 9488725) verabredet werden.

( Fanny Zölsmann, 09.07.2016 )

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