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Dr. Viola Hahn tritt zur OB-Wahl an

Dr. Viola Hahn wird als unabhängige Einzelkandidatin zur Oberbürgermeister-Wahl 2012 antreten. "Ich möchte nicht alles anders, aber vieles besser machen", verkündete die parteilose Wirtschaftswissenschaftlerin am Mittwoch auf einer Pressekonferenz im Novotel ihren Entschluss.
Beruflich an der Spitze des größten Thüringer Finanzamtes stehend sei sie beruflich mehr als zufrieden, sorge sich jedoch schon seit Langem um den Stillstand in Gera. Vor allem der Rückgang der Einwohnerzahlen, der marode Zustand von Schulgebäuden und Straßen sowie die mangelnde wirtschaftliche Stadtentwicklung sei nicht länger hinzunehmen. "Diesem desolaten Zustand steht entgegen, dass die Belastung der Bürger und der Wirtschaft durch städtische Steuern, Gebühren und Abgaben auf ein Rekordniveau geklettert ist", zeigte sie den Widerspruch auf.
Vorrangig wolle sie als erste Geraer Oberbürgermeisterin die Stadt aus ihrer landespolitischen Selbstisolation befreien. "Die Katastrophe besteht darin, dass das Vertrauensverhältnis zum Land zerrüttet ist, wie eineinhalb Jahre haushaltlose Zeit offenbarten", erklärte sie. Sie stehe für ein neues vertrauensvolles Verhältnis zwischen Oberbürgermeister und Stadtrat und wolle auch die Zusammenarbeit mit Landesregierung, Landesverwaltungsamt, dem Landkreis Greiz sowie der Nachbarstadt Jena wieder auf feste Füße stellen.
Die Geraerin möchte nach eigener Aussage vor allem ihr finanzwirtschaftliches Wissen und ihre Führungserfahrung zum Wohle der Bürger einbringen. Durch die Organisation des Europäischen Kulturdialoges könne sie ebenso ihre weitreichenden Kontakte in das OB-Amt einbringen.
Als Chefin des Finanzamtes wüsste sie zudem, wie hart Bürger und Unternehmen arbeiten müssten, damit Steuergelder in die öffentlichen Kassen fließen. Als Oberbürgermeisterin sehe sie sich daher als Treuhänderin, die klug mit den öffentlichen Geldern umzugehen weiß. Ihre erste Amtshandlung sei dann logisch auch ein Kassensturz, der alle Posten einer genauen Prüfung unterziehe. Erst dann sehe sie eine Chance für mehr Solidität der städtischen Finanzen.
Von oberster Priorität sei es, Geras allgemeinbildende Schulen endlich in einen zeitgemäßen Zustand zu versetzen. Straßen, Brücken und Bürgersteige müssten dringend in Ordnung gebracht werden. Sollten sich dann noch weitere finanzielle Spielräume eröffnen, könne man andere Projekte wie z.B. das Kunsthaus in Angriff nehmen. "Das Kunsthaus steht nicht an vorderster Stelle", sagte sie. Vor solchen Prestigeobjekten hätten erst einmal die Aspekte Vorrang, die grundlegende Bedingungen für Familien und Bürger in Gera schaffen.
Als entscheidende Weichenstellung für die Zukunft will Dr. Hahn ein Stadtentwicklungskonzept vorantreiben. "Ich werde ein Kuratorium einberufen mit unabhängigen Experten und Stadträten", kündigte sie an. Wichtig sei, wieder an den geschichtlichen Wurzeln anzuknüpfen, die der Stadt und ihren Bürgern einmal Wohlstand brachten. Eine starre Fokussierung auf Otto Dix sei dabei nicht hilfreich.
Dr. Viola Hahn schmiedet eine "Geraer Allianz für einen Neuanfang in der Stadt" wofür sie bereits Unterstützung von CDU, Wählervereinigung "Arbeit für Gera" und FDP erfährt. Auch Landrätin Martina Schweinsburg war zur Pressekonferenz gekommen, um ein Zeichen ihrer Unterstützung zu setzen. "Wir sind stark an einem Oberzentrum im Landkreis Greiz interessiert und haben den Wunsch, gemeinsam einen Weg in die Zukunft zu finden", sagte sie. Bernd Müller, CDU-Vorsitzender in Gera, hält Dr. Hahn für die ideale OB-Kandidatin, da sie die Sprache der Bürger spreche: "Die Ankündigungspolitik des amtierenden OB muss ein Ende haben." Kerstin Thiel, Vorsitzende der Wählervereinigung AfG, beklagte den Vertrauensverlust zwischen Stadtrat und Stadtverwaltung in den letzten Jahren und hofft nun auf die Führungskompetenz von Dr. Hahn sowie ihre Fähigkeit Netzwerke zu knüpfen. FDP-Kreisvorstand Falk Nerger erachtete v.a. Dr. Hahns Konzentration auf die Sache als richtig und betonte "Gera muss ganz vorn stehen."

( Christine Schimmel, 22.09.2011 )

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