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Neues

Gera

Seite 3

Sonnabend, 28. Oktober 2017

– DIE WOCHENZEITUNG

Wir sind nicht alltäglich!

www.

neuesgera

.de

Jede Ausgabe auch als E-Paper!

Von Fanny Zölsmann

Nun kann es endlich losgehen, die

Zitterpartie ist zu Ende, der Zuwen-

dungsbescheid liegt vor. „Aus der

Infrastrukturpauschale erhalten wir

nun 240.000 Euro für den Umbau”,

zeigt sich Stefan Taubmann, Pastor

der

Evangelisch-Freikirchlichen

Gemeinde G26 erfreut über den

theoretischen Start zur gemeindeei-

genen Kindertageseinrichtung. Bis

vor kurzem war in den Räumlich-

keiten in der Gagarinstraße 26 die

Christliche Gemeinschaftsschule

eingemietet, die nun seit diesem

Schuljahr in ihr Wunsch-Domizil

in der Franz-Mehring-Straße gezo-

gen ist. „Die Räume sind nun frei

und wir können unser Konzept in

die Tat umsetzen. Aus den vorhan-

denen zwei Räumen werden drei,

eine Wand wird herausgerissen,

eine neue gesetzt. Das eine Zim-

mer wird um den vorhandenen,

derzeit hinter besagter Wand ver-

borgenen, Wintergarten erweitert.

Die Toiletten werden kindgerecht

umgebaut und vergrößert, die fle-

xiblen Glastrenntüren erhalten

eine kindersichere Lösung, der Au-

ßenbereich wird abgeteilt und der

Gemeindesaal als kreativer Mehr-

zweckraum nutzbar gemacht”, zählt

Stefan Taubmann, federführend

für die Entwicklung der hauseige-

nen Kita „Schatzkiste” die geplan-

ten notwendigen Umbauarbeiten

auf. Der Bauantrag ist vorbereitet,

sodass noch in diesem Jahr ausge-

schrieben und mit den Arbeiten

begonnen werden kann. Für bis 42

Plätze können Eltern hier bereits ab

dem kommenden Kita-Jahr ihren

kleinen Schützlingen einen Platz

zur Betreuung bieten. „Anfangs

als Kita für Kinder ab drei Jahren

geplant, haben wir unser Konzept

angepasst und werden die Betreu-

ung ab einem Jahr anbieten kön-

nen. Mit unserem religionspäda-

gogischen Ansatz wollen wir Eltern

ansprechen, denen eine christliche

Wertebildung für ihr Kind wichtig

ist. Jeder Mensch ist von Gott ge-

schaffen und hat eine unverletzbare

Würde. Dass Gott jeden einzelnen

Menschen, und damit auch jedes

Kind bedingungslos annimmt, liebt

und befähigt, ist Vorbild und Ziel

unserer pädagogischen Arbeit. Wir

wollen offen für alle Kinder und

Familien sein, unabhängig ihrer

Herkunft oder Weltanschauung”,

erklärt Stefan Taubmann kurz und

knapp. Er betont, dass Glaube in

der Kita als Angebot zu verstehen

ist, nicht weniger und auch nicht

mehr. Dennoch ist es eben genau

dieses Alleinstellungsmerkmal, mit

welchem die Einrichtung trump-

fen kann: Eine Kita im Gemein-

dehaus. „Mehr Begegnung, mehr

gegenseitiges Befruchten, einander

erfahren und lernen, kann es gar

nicht geben. In der G26 als einem

Haus der Begegnung treffen sich

die unterschiedlichsten Menschen.

Ob gemeinsames Mittagessen, Se-

niorencafé, Flüchtlingskreis oder

Jugendangebote – unser Haus wird

offen bleiben und gleichzeitig einen

sicheren Rahmen für die Kinder

der Kita ‚Schatzkiste‘ bieten.“

Wer die Räumlichkeiten, das Kon-

zept und die Macher der Kita in der

G26 kennenlernen will, der sollte

sich den Mittwoch, 15. November.

19.30 Uhr, für die Infoveranstal-

tung rot im Kalender markieren. Es

besteht dort die Möglichkeit, sein

Kind für das kommende Jahr (Start

ab 1. August)voranzumelden.

Dann wird auch erstmals die Lei-

terin der Einrichtung, Sylvia Hart-

mann, auf die Bühne in den künfti-

gen Räumlichkeiten der Kita treten

und Rede und Antwort stehen.

Sylvia Hartmann ist 33 Jahre alt,

verheiratet und hat drei Kinder im

Alter von vier, sieben und neun

Jahren. „Sie arbeitet seit fast neun

Jahren in einer Kindertagesstätte in

Hermsdorf und stellt sich nun der

verantwortungsvollen und span-

nenden Aufgabe, die christliche

Kindertageseinrichtung in Grün-

dung zu leiten. Neben dem Enga-

gement in ihrer Kirchgemeinde ist

Sylvia Hartmann mit ihrer Familie

vielfältig ehrenamtlich in und um

Gera aktiv”, so die lobenden Worte

von Stefan Taubmann.

Kontakt: Evangelisch-Freikirchli-

che Gemeinde Gera, Gagarinstraße

26,

(

5513909,

www.g-26.de

.

Eine Kita in den eigenen vier Wänden

Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde G26 hält Zuwendungsbescheid in den Händen

Stefan Taubmann freut sich schon auf den Umbau in der G26. Die

Räumlichkeiten werden kitatauglich umgebaut. Foto: Zölsmann

Von Wolfgang Hesse

Wo verbinden sich Luther, Refor-

mation, Kunst und Theater? Dieser

Frage wollten sich Manuel Kressin

und Pfarrer Dr. Frank Hiddemann

nähern. Der Schauspieldirektor an

der Theater & Philharmonie Thü-

ringen (TPT) und der Beauftragte

der Evangelischen Kirche in Gera

für das Reformationsjubiläum ar-

beiten nicht das erste Mal zusam-

men. Während mehrerer Theater-

gottesdienste haben alle Sparten

des Geraer Theaters Spuren in

Geras Kirchen hinterlassen. Von

Oper über Schauspiel bis hin zum

Puppentheater waren Schauspieler

und Sänger zu Gast im Gottes-

dienst. Auf die theatralischen Aus-

sagen und die religiösen Bezügen

ist Dr. Frank Hiddemann in seinen

Predigten eingegangen.

Unduldsame Gespräche nennt

Kressin seine Textcollage. Dieser

Beitrag zum Reformationsjubi-

läum ist im Rahmen der Reihe

„Vom Himmel hoch – Glaube und

Gesellschaft“ des Theaters ent-

standen. „Luthers Mut zur Verän-

derung und seine Beharrlichkeit

haben uns überzeugt“, sagt dazu

Manuel Kressin. Die Idee stamme

von Pfarrer Dr. Hiddemann, der

den Reformator als streitbaren und

zweifelnden Menschen beschreibt.

„Luther war beseelt vom Mut und

der Lust etwas zu verändern. Seine

Leidenschaft hat unweigerlich auch

mit Leiden zu tun“, so beschreibt

Manuel Kressin die Mehrdeutig-

keit von „Lust und Leidenschaft“,

dem Untertitel der Inszenierung.

Schauspieler lassen Streitschriften,

Briefe und überlieferte Nieder-

schriften des Reformators leben-

dig werden. Kressin reflektiert die

Aussagen des Reformators in der

Literatur seiner Zeitgenossen und

nachfolgender

Dichtergenerati-

onen. In den Szenischen Dialogen

werden Schriftsteller wie Gerhard

Hauptmann, Goethe aber auch

Thomas Mann zitiert. Der An-

feindung von außen stellt Kressin

das innere Hadern Luthers gegen-

über. „Habe ich eher dem Teufel

als Gott gedient“, lässt es er Luther

zitieren. Der Reformator lag Zeit

seines Lebens im inneren Streit

mit sich selbst. Kressin lässt bei

allem Zweifeln Luther als Verän-

derer und als Mitbegründer der

Moderne erscheinen. „Luther hat

durch seine Thesen, durch seine

Übersetzungen und seine Texte die

deutsche Sprache so sehr geprägt,

dass dies bis in unsere Gegenwart

reicht.“ Der Schauspieldirektor hat

eine Inszenierung ganz speziell für

den Kirchenraum geschaffen.

Daher bildet die Orgel ein wich-

tiges Element für die Dialoge. Das

Projekt lebt von Liedern, die aus

der Feder Luthers stammen. Sie

sind allesamt im evangelischen

Gesangbuch zu finden. „Wir laden

die Besucher herzlich ein, diese

Lieder während der Aufführung

zusammen mit den Schauspielern

mitzusingen“, sagt der Schauspiel-

direktor. Er möchte mit seiner

Textcollage zum Nachdenken

über Luther und seine Reflektion

damals und heute anregen. Das

Theater und auch Manuel Kressin

würden sich freuen, wenn ande-

re Städte und Kirchen auf diese

mobile Inszenierung aufmerksam

würden. Gern könnten sich auch

Schulen an die TPThüringen wen-

den.

Mit dieser Produktion ist das

Geraer Theater Teil der Festlich-

keiten zum 500. Jahrestag der Re-

formation in Gera. Von Stadtver-

waltung, Vereinen und Verbänden

wird zum „Lutherwandern mit

Theater“ eingeladen. Veranstalter

ist die Grünwerkstatt „Stadtwald

erleben“. Durch deren Initiative ist

der Lutherweg durch Gera und um

Gera entstanden und mit 13 In-

formationstafeln bestückt worden.

Eine neue Tafel wird während der

Sternwanderung am Reformati-

onstag an der Kirche St. Martini

in Gera-Zwötzen eingeweiht. Zu

einem Theatergottesdienst in der

Geraer Salvatorkirche, in Zwötzen

und an weiteren Stationen auf dem

Lutherweg werden Musiker und

Schauspieler des Geraer Theaters

die Wanderer empfangen. Mit ei-

ner Ökumenischen Andacht am

Reformationskreuz im Stadtwald

durch den Arbeitskreis Christ-

licher Kirchen (ACK) in Gera,

wird die Sternwanderung auf dem

Lutherweg ihren festlichen Ab-

schluss finden.

Informationen über die Wander-

routen auf dem Lutherweg und

„Katharinas Spange“ finden sie in

der vorigen Ausgabe von

Neues

Gera

oder auf:

www.gera.de/

lutherweg.

Montag, 30. Oktober, 19.30 Uhr,

Salvatorkirche Gera, Premiere

„Unduldsame Gespräche“, Eintritt

frei

Dienstag, 31. Oktober, 10 Uhr,

Salvatorkirche Gera, Theatergot-

tesdienst zu „Unduldsame Ge-

spräche“

Unduldsame Gespräche

Inszenierung zu Streitschriften über Luther hat am 30. Oktober Premiere

Freuen sich auf die Lutherwanderungen zum Reformationstag (v.l.):

Geras Dezernentin für Bau und Umwelt Claudia Baumgartner, Pfar-

rer Dr. Frank Hiddemann, Jana Huster, Pfarrer i.R. Roland Geipel

vom Ökumenischen Kirchbauverein Gera und Heinrich-Dieter Hi-

scher, Vereinsvorsitzender Stadtwaldbrücken-Förderverein - hier im

DIX-Garten neben der Untermhäuser Marienkirche.

Foto: Hesse

Geistliches

Gera (NG).

Fast sind sie schon

Tradition, die Konzerte des En-

sembles für Alte Musik des Ru-

theneums zu Ostern, Reforma-

tion und Weihnachten. Dabei

bringen die Schüler, Ehemaligen

und Lehrer aus dem Umfeld der

Spezialklassen für Musik des Ru-

theneums in wechselnder Beset-

zung Werke des 16. bis 18. Jahr-

hunderts in Kirchen in und um

Gera zu Gehör. Zu 60 Minuten

Musik und Lesung sind alle am

Sonntag, 29. Oktober, 17 Uhr, in

die St. Trinitatiskirche eingela-

den. Der Eintritt ist frei.

Erstmals in Gera

Gera (NG).

Schülerfilme der

Medienpädagogik sind 2017

erstmalig in Gera zu sehen. Das

Landesfilmfestival

FILMthuer

präsentiert im Kommunikations-

zentrumder Sparkasse am Sonna-

bend, 4. November, 11 bis 18 Uhr,

eine Auswahl interessanter Kurz-

filme aus Schulen oder Work-

shop-Projekten, begleitet von Me-

dienpädagogen. Bei den jüngsten

Filmemachern stehen soziale Pro-

blematiken und Gruppenprozesse

im Vordergrund, so dreht sich

hier viel um Glück, Geheimnisse

und große Gefühle. Von insge-

samt 22 Kurzfilmen stammen

sechs aus Gera: Zabel- und Lie-

be-Gymnasium, Pfortener Schule

und Christliche Gemeinschafts-

schule. Die Bandbreite reicht von

Schule, Freundschaft und Mob-

bing über Lebenskrise und Sucht

bis zu Neubau, Hoffnung und

gesellschaftlichen Themen. Eine

Fachjury diskutiert alle Filme öf-

fentlich. Als Hauptpreis vergeben

wird der „Schülerfilm-Oskar“.

Das Publikum kann auch mitma-

chen.

www.filmthuer.de

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